Mitglieder der GAFTA: Große arabische Freihandelszone
Die Große Arabische Freihandelszone (englisch: "Greater Arab Free Trade Area") ist ein 1997 gegründetes, regionales Abkommen zwischen 18 arabischen Ländern in Nordafrika und dem Nahen Osten. Es besteht zudem eine enge Verbindung zur Arabischen Liga.
Die Mitgliedsstaaten haben eine Gesamtbevölkerung von 466,40 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von 11,46 Millionen km². Die Wirtschaftsleistung entspricht derzeit 3,702 Billionen US Dollar. Weltweit sind dies zwar nur rund 3,3 Prozent, in der Region hat die Freihandelszone jedoch einen enormen Einfluss. Die Exportleistung lag zuletzt bei 1,741 Billionen US Dollar.
Das Hauptziel der GAFTA ist die Förderung des Handels zwischen den Mitgliedsländern. Die Aufgaben konzentrieren sich auf die Schaffung eines gemeinsamen Marktes, in dem Handelshemmnisse wie Zölle abgebaut werden. Zudem verfolgt die GAFTA das Ziel, die wirtschaftliche Integration und die Zusammenarbeit in verschiedenen Wirtschaftssektoren wie Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen zu fördern.
Unterschiede zwischen der Arabischen Freihandelszone und der Arabischen Liga
Die GAFTA und die Arabische Liga sind zwei verschiedene Organisationen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Aufgaben. Die GAFTA konzentriert sich hauptsächlich auf wirtschaftliche Angelegenheiten und die Schaffung einer regionalen Freihandelszone, während die Arabische Liga eine politische Organisation ist, die politische und regionale Angelegenheiten behandelt. Beide setzen sich für die Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit in der arabischen Welt ein. So war es nur logisch, dass die Arabische Liga sich hat die Schaffung der GAFTA einsetzte.
Alle Mitglieder des GAFTA-Abkommens sind auch Mitglieder der Arabischen Liga. Umgekehrt fehlen in der Freihandelszone lediglich die die Komoren, Dschibuti, Mauretanien und Somalia. Alle 4 Länder werden aber bereits als Beitrittskandidaten angesehen.